Konfirmation

Die Konfirmation ist ein zentrales Fest in der evangelischen Kirche, das den Übergang vom Kindes- zum Jugendalter markiert und als bewusste Bestätigung der eigenen Taufe markiert.

Der Begriff stammt vom lateinischen „confirmare“, was „befestigen“, „bekräftigen“ oder „bestätigen“ bedeutet. Die meisten Jugendlichen wurden als Babys getauft, wobei Eltern und Paten stellvertretend das „Ja“ zum Glauben gaben. Bei der Konfirmation bejahen die Jugendlichen dieses „Ja“ nun selbstständig. Mit 14 Jahren erreichen Jugendliche in Deutschland die Religionsmündigkeit. Die Konfirmation ist somit ein feierliches Bekenntnis zum christlichen Glauben und zur eigenen Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche. Sie ist zudem ein symbolischer Schritt in eine eigenverantwortliche Rolle innerhalb der Kirchengemeinde.

 

Vor der Konfirmation steht die einjährige Konfirmandenzeit ( „Konfi-Zeit“): Hier setzen sich die Jugendlichen mit Gott, Jesus, der Bibel und dem evangelischen Glauben auseinander. Sie lernen die Kirchengemeinde kennen, besuchen Gottesdienste und nehmen oft an Freizeiten teil.

 

Die Konfirmation findet bei uns im Frühjahr (April/Mai) statt. Der wichtigste Moment ist die Einsegnung (Segen), bei der die Pfarrerin oder der Pfarrer den Jugendlichen die Hand auflegt und sie segnet. Die Jugendlichen wählen einen persönlichen Konfirmationsspruch aus der Bibel, der sie als Motto für ihren Lebensweg begleitet.

 

Mit der Einsegnung erhalten Konfirmierte offizielle Rechte innerhalb der Kirche:

  • Teilnahme am Abendmahl.
  • Das Recht, das Patenamt bei Taufen zu übernehmen.
  • Aktives Wahlrecht in der Kirchengemeinde.

 

Die Konfirmation ist weit mehr als nur ein Fest mit Geschenken. Sie ist ein Meilenstein, der Jugendlichen den Raum gibt, sich mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen, Teil einer Gemeinschaft zu sein und eigenständig „Ja“ zu ihrer Kirche zu sagen